In Dernbach leben etwa 285 Einwohner auf 470 m Höhe, die in Anlehnung an das namensgebende Adelsgeschlecht heute eher liebevoll als „Raubritter“ bezeichnet werden.
Die urkundliche Ersterwähnung des zweitkleinsten
Ortsteils der Gemeinde fand im September des Jahres 1255 statt. 22 Jahre
vorher, 1233 wurden die Herren von Dernbach erstmals im Zusammenhang mit der
Ermordung des Ketzerrichters und Beichtvaters der Heiligen Elisabeth, Konrad
von Marburg und seines Begleiters, des Franziskanermönches Gerhard, erwähnt.
1350 bauten die Dernbacher Adligen, die als Folge der „Dernbacher Fehde“ von
ihrem Stammsitz, der Burg Dernbach bei Herborn verjagt wurden, eine neue Burg
und trugen sie dem Landgrafen Heinrich II. von Hessen als Lehen auf. Nachdem 1748
der letzte Adelige Bewohner verstorben war, verfiel die Burg. Heute sind leider
nur noch wenige Baureste zu erkennen. Neben einigen Mauerstücken sind noch die
Fragmente zweier Ecktürme zu sehen. Über eine Treppe kann man auf den Bergkegel
gelangen, auf welchem sich die Burg befand. Heute erinnert noch die Burgstraße
an die einstige Festung und fungiert durch ihren Namen auch als Wegweiser.
Dennoch bleiben die
Bewohner ihrer Vergangenheit treu und das alljährliche Burgfest gehört zu den
beliebtesten Veranstaltungen.

(Quelle: Gemeinde Bad Endbach + Wikipedia)