Hartenrod

Der mit etwa 2.360 Einwohnern größte Ortsteil der Gemeinde wurde erstmals im Jahre 1311 in einer Urkunde Pfalzgraf Rudolfs I. für Graf Heinrich von Nassau erwähnt (700-Jahr-Feier im Jahre 2011). Über die Gründung des Ortes ist jedoch nichts bekannt.

Durch das Obergericht erlangte Hartenrod nach dem Ende der Dernbacher Fehde und der damit verbundenen endgültigen Grenzfestlegung zwischen Hessen und der Grafschaft Nassau-Dillenburg eine zentrale regionale Bedeutung im oberen Salzbödetal.

Die Verleihung der Marktrechte im Jahre 1684 zur Abhaltung von jährlich vier Märkten (Fastnachtsmarkt, Johannismarkt, Michaelismarkt und Weihnachtsmarkt) unterstreicht diese Mittelpunktfunktion.


Zum Kirchspiel Hartenrod gehörten damals bereits die heutigen Ortsteile der Gemeinde Bad Endbach: Bottenhorn, Dernbach, Hülshof, Wommelshausen mit dem Ortsteil Hütte, Endbach, Schlierbach und Hartenrod. Selbst die Dernbacher und ihr Adelsgeschlecht gingen in Hartenrod zur Kirche.

Evangelische Kirche Hartenrod


Die bis zur Reformation selbstständige und von Hartenrod getrennte Pfarrei Günterod wurde 1526 mit Hartenrod pfarramtlich verbunden.

Heute ist vor allem die Mittelpunktschule, die unsere Kinder bis zum Realschulabschluss bildet, von großer Bedeutung.

In Hartenrod besitzt der Bergbau eine lange Tradition. Bereits im 17. Jahrhundert wurden Kupfer und Bleierze geschürft. Einen besonderen wirtschaftlichen Aufschwung erreichte Hartenrod durch den Anschluss an die Eisenbahn um 1900 und durch den international bedeutenden Schwerspatab-
bau.
Seit 1962 ist Hartenrod ein staatlich anerkannter Erholungsort mit verschiedenen attraktiven Freizeitangeboten. So lädt im Winter besonders die Skipiste auf einer Länge von fast 700 Metern und Doppelschlepplift sowie Flutlichtanlage zum Skisport ein.

Dorfzentrum "Jeegels Hoob"

Mittelpunkt des Dorfgeschehens ist heute das Dorfzentrum „Jeegels Hoob“, das von einem Förderverein eigenständig betrieben wird und als Haus der Generationen die verschiedenen Altersgruppen des Orts verbinden soll.

(Quelle: Gemeinde Bad Endbach + Wikipedia)